Playa Cristal im Tayrona Nationalpark

Für mich einer der schönsten Strände zum Baden und Schnorcheln. Wie der Name bereits vermuten lässt findet man am Playa Cristal kristallklares Wasser. Sichtweite von 5 oder mehr Metern unter Wasser lassen dich viele bunte Fische entdecken. Das Wasser ist als wäre man in einem Schwimmbad, absolut klar und sauber. Die Verpflegung erfolgt durch ein einziges Restaurant, dessen Preise trotz des Monopols nicht unverschämt sind.

Anreise nichts für schwache Nerven

Die Anfahrt mit dem Boot erfolgt ab Taganga direkt am Hafen und kostet je nach Verhandlungsgeschick zwischen 130.000 und 60.000 Pesos pro Person für Hin- und Rückfahrt. Nicht ganz billig, da angeblich der Eintritt für den Park mit drin steckt. Nachdem also genug Leute gefunden sind, geht es mit einem Schiff, dass 24 Sitzplätze bietet und durch zwei Außenbord Motoren angetrieben wird, direkt auf hohe See.

Sitzplätze scheint hier etwas übertrieben. Man sitzt zusammengepresst zu 4. in einer Reihe auf harten Plastikbänken. Möglichkeiten zum festhalten fehlen. Diese wünscht man sich sehnlichst, sobald das Boot die ruhige Bucht von Taganga verlässt und mehr oder minder auf offener See unterwegs ist.

Sind Kolumbianer und besonders Costeños für ihre Gemütlichkeit bekannt, bei der Bootsfahrt zählt nur Schnelligkeit. Bis zu 4 Meter hohe Wellen werden mit dem Kleinboot geritten, das Boot kracht teilweise 2 Meter hinab. Die Fahrt ist also keine Möglichkeit für hübsche Fotos oder Naturbetrachtung. Viel wichtiger ist festhalten (wenn irgendwo möglich) und Augen und Mund schließen. Du wirst definitiv nass und auf Rücksicht oder Gnade des Bootsführers brauchst du nicht zu hoffen.

Nach dem Schleudertrauma auf hoher See

Sobald der Kapitän vom Gas geht und du endlich wieder die Augen öffnest, findest du dich im Paradies wieder. Teilweise ist der Strand sehr gut besucht, du kannst dir aber den extrem hohen Nichtschwimmer Anteil zu nutze machen und dich einfach etwas weiter raus begeben. Unbedingt eine Taucherbrille und Schnorchel mitnehmen. Vom Strand aus gesehen auf der linken Seite ist ein Riff (Betreten verboten!) und es gibt zahlreiche farbenfrohe Fische zu sehen. Mittig am Strand ist der Schwimm- und Badebereich und rechts liegen die Boote an.

Fischfutter hilft beim Beobachten

Ich bereite meist ein paar Köder vor, da man dann völlig von den Fischen umzingelt ist. Dazu einfach einen Salz Keks (Saltin Noel, ähnlich wie TUC Kekse) zerbröseln und in ein Stück Plastiktüte einknoten. Diesen Köderbeutel dann unter wasser ein Stück aufreißen, bis die Kekskrümel sich auflösen und als Wasser/Keks Gemisch raus kommen. Nach kurzer Zeit sollten ihr von den Gelb-Weiß gestreiften Fischen umzingelt sein. Nicht erschrecken, die Fische gehen direkt an den Köderbeutel ran. Bitte unbedingt aufpassen und kein Plastik ins Meer lassen, sondern den Müll mitnehmen und entsorgen.

Kulinarische Verpflegung

Am Playa Cristal gibt es ein Restaurant, dass die üblichen Gerichte, Reis mit Huhn, Garnelen oder Fisch anbietet und auch gekühlte Getränke, Schmerztabletten, Knabberkram und Cafe anbietet. Die Preise sind trotz des Monopols nicht übertrieben, die Portionen sind üppig und der Service gewohnt freundlich. Du kannst deine Sachen in einer Tasche auf den Tisch stellen, das Personal passt darauf auf.

Handysignal hast du am Playa Cristal kaum, WhatsApp und Facebook müssen also warten, dass ist angesichts der Schönheit der Natur aber ein leichtes.

Per Amazon Express kannst du viele Produkte sogar nach Kolumbien liefern lassen (Dauer 3-5 Tage), funktioniert einwandfrei.

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3 Kommentare

  1. Danke für den Bericht, wir sind im Januar in Kolumbien. Kommt man zu dem Strand mit dem Bus? Und mehr Fotos wären toll.
    Grüße Sahra

    1. Hallo Sahra, ich habe mal gelesen, dass jemand mit dem Bus dorthin ist, aber habe in der Bucht selbst nie eine Straße gesehen. Der Bootstrip ist schneller und einfacher schätze ich. Auf jedenfall ist es ein Abenteuer.

  2. Schade… dann werde ich wohl mit meiner von Implantaten und Verschraubungen versehenen Wirbelsäule niemals diesen Strand zu Gesicht bekommen mangels alternativer Anreisemöglichkeit. Oder riskiere ich es, nach Nutzung des Boots-Transfers einen Freiflug (???) mit dem Helikopter in die nächste Klinik zu bekommen, um meine Verschraubungen und Verdrahtungen in der Wirbelsäule wieder fest zu zurren? ???

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